Landesprojekt "Jedem Kind ein Instrument" an der Grundschule Breiter Hagen

Bad Wildungen (szl). Riesenfreude an der Schule Breiter Hagen mit ihrer Außenstelle Altwildungen: Sie wurde aus 120 hessischen Bewerberinnen ausgewählt, um am Pilotprojekt des Landes "Jedem Kind ein Instrument JeKi" teilzunehmen.

Zum Ankauf der Instrumente und für die entstehenden Personalkosten umfasst das Projekt einen Etat von 1,5 Millionen Euro. Die Helenentalschule bekommt davon in den nächsten zwei Jahren 24000 Euro. Ein Fachbeirat aus Regierungsvertretern, der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Musikverbände und des Bündnisses für Musikunterricht hat die Auswahl getroffen.

Der Wildunger Grundschule kam ihr Engagement in Sachen Musik zugute, das über den normalen Unterricht hinausgeht und sich auszeichnet durch eine enge Zusammenarbeit mit der benachbarten Musikschule. Durch das Projekt "JeKi" können Kinder des ersten Schuljahres ein Musikinstrument erlernen, die sonst aus finanziellen oder sozialen Gründen dazu keine Chance hätten. Die Schule versucht, bei der Aktion ohne die finanzielle Beteiligung von Eltern auszukommen, schildert Schulleiterin Ulrike Dorst: "Natürlich könnten einige Eltern einen Beitrag leisten, aber vielen ist das nicht möglich - und gerade deren Kinder haben jetzt die Chance zu erfahren, wie viel Spaß es macht, gemeinsam mit anderen zu musizieren."

Dadurch verbessern die Kinder nicht nur ihre Leistung in der Schule, sondern auch ihr Sozialverhalten, ist sich Dorst sicher. Gescheitert wäre das Projekt fast, weil beide Musiklehrerinnen der Schule die Elternzeit genommen haben und erst im nächsten Schuljahr zurückkehren. Retterin in der Not war Musikschulleiterin Heidi Lorenz, die den Musikunterricht im ersten Jahr übernimmt und die 26 teilnehmenden Kinder spielerisch an die Grundelemente der Musik heranführt. Intensives und rhythmisch genaues Spielen auf Orff-Instrumenten gehören dazu ebenso wie etwa die Schulung motorischer Koordination von Händen und Armen, der sichere Gebrauch der Sing- und Sprechstimme und das Trainieren des Gehörs. Am Ende des ersten Schuljahres können die Kinder verschiedene Musikinstrumente ausprobieren und sie in der Folgezeit kostenlos nutzen.

Mit dem Projekt "JeKi" erweitert die Schule Breiter Hagen ihr umfassendes Förderprojekt. Durch ein großes Angebot innerhalb ihres Ganztagsprogramms wird versucht, besonders die schulischen Chancen von benachteiligten Kindern zu verbessern. Es gibt tägliche Hausaufgabenbetreuung, ein warmes Mittagessen, Intensiv-Förderkurse, Sprach- und Lesepaten, viele Arbeitsgemeinschaften und ganz neu den erfolgreich gestarteten Kursus "Mama und Papa lernen Deutsch".

Quelle: WLZ vom 11. September 2008


Eine Chance nach Noten

Grundschule Breiter Hagen macht mit beim Pilotprojekt "Jedem Kind ein Instrument"

Von Werner Senzel

Bad Wildungen. Riesenfreude an der Schule Breiter Hagen mit ihrer Außenstelle Altwildungen und bei der Musikschule Bad Wildungen: Die Schule wurde aus 120 hessischen Bewerbern ausgewählt, um am Pilotprojekt des Landes Hessen "Jedem Kind ein Instrument" (JeKi) teilzunehmen. In zwei Jahren werden der Schule dafür 24.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Zum Ankauf der Instrumente und für die Personalkosten wird das hessische Projekt mit einem Etat von 1,5 Millionen Euro ausgestattet. Für die Berücksichtigung der Schule Breiter Hagen sprach, dass an der Grundschule bereits musikalische Aktivitäten bestehen, die über den normalen Schulmusikunterricht hinausgehen, und eine enge Kooperation mit der Musikschule gepflegt wird.

Durch das Projekt "JeKi" können Kinder des ersten Schuljahres ein Musikinstrument erlernen, die sonst aus finanziellen oder sozialen Gründen dazu keine Chance hätten. Schulleiterin Ulrike Dorst sagte, es sollte versucht werden, bei der Aktion ohne die finanzielle Eigenbeteiligung von Eltern auszukommen.

"Natürlich könnten einige Eltern einen Beitrag leisten, aber vielen Eltern ist das nicht möglich - und gerade deren Kinder haben jetzt die Chance, zu erfahren, wie viel Spaß es macht, gemeinsam mit anderen zu musizieren." Dorst ist sicher, dass sich dadurch nicht nur die Schulleistungen, sondern auch das soziale Verhalten der Kinder deutlich verbessert.

Das Projekt wäre in letzter Minute fast noch gescheitert, weil beide Musiklehrerinnen der Schule in Elternfreizeit sind. "Retterin in der Not" war dann Musikschulleiterin Heidi Lorenz, die den Musikunterricht im ersten Jahr übernehmen und 26 Kinder spielerisch an die musikalischen Grundelemente heranführen wird. Am Ende des ersten Schuljahres können dann verschiedene Musikinstrumente ausprobiert und zum Erlernen ausgewählt werden. Diese stehen den Kindern kostenlos zur Verfügung.

Mit dem Projekt "JeKi" erweitert die Schule ihr umfassendes Förderprojekt. Durch ein großes Angebot innerhalb ihres Ganztagesprogramms wird versucht, besonders die schulischen Chancen von benachteiligten Kindern zu verbessern.

Es gibt eine tägliche Hausaufgabenbetreuung, ein warmes Mittagessen, Intensiv-Förderkurse, Sprach- und Lesepaten, zahlreiche Arbeitsgemeinschaften und ganz neu den erfolgreich gestarteten Kursus "Mama und Papa lernen Deutsch".
Das sagt die Musikschule

Musikschulleiterin Heidi Lorenz gratuliert den Eltern der betroffenen Kinder in einem Brief "zu der wunderbaren Chance". Die Kinder werden in dem gemeinsamen Projekt von Schule Breiter Hagen und Musikschule zwei Jahre lang unentgeltlich in besonderer Form musikalisch unterrichtet: "Ein großer Schritt, Ihr Kind ganzheitlich zu fördern". Heidi Lorenz wird die Kinder im ersten Jahr auf das Spielen eines Instrumentes vorbereiten und zwar unter anderem durch intensives und rhythmisch genaues Spielen zum Beispiel auf Orff-Instrumenten. Dazu gehören die Schulung motorischer Koordination von Händen und Armen, der sichere Gebrauch der Sing- und Sprechstimme, die Schulung des Gehörs und regelmäßige rhythmische und melodische übungen. (zcm)

Quelle: HNA vom 11. September 2008


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